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Interessante Verkehrstagung in Brixen | Innovativer Zugang zur Verkehrs- und Raumplanung
Am 5. (Nachmittag) und 6. September (Vormittag) findet in Brixen eine hochkarätig besetzte Tagung zur Verkehrspolitik und zu Großprojekten im Verkehrswesen statt. Namhafte Fachleute aus der Verkehrs- und Raumplanung treffen auf Praktiker aus Umwelt- und Verkehrsorganisationen und einen Logistikfachmann. Ein bekannter Aufdeckungsautor berichtet über unapettitliche Hintergründe beim Bau von Verkehrsinfrastrukturen in Italien.
Bei der Tagung, die am Nachmittag des 5. und am Vormittag des 6. September stattfinden wird, werden Prof. Knoflacher und Prof. Emberger von der TU Wien einen Überblick über innovative Verkehrs- und Raumplanung geben, Alf Arnold und Toni Aschwanden von der Alpen-initiative die Schweizer Verkehrspolitik und die Alpentransitbörse vorstellen und David Gulda von BERGER Logistik wird uns sagen, was die Transportwirtschaft in den Alpen wirklich braucht. Prof. Ivan Cicconi wird die weitgehend unapettitlichen Hintergründe großer Infrastrukturvorhaben in Italien ausleuchten.
Die von Sepp Kusstatscher angeregte Veranstaltung wird von der Fraktion der Grünen/EFA im EU-Parlament unterstützt und vom TEAM Sepp Kusstatscher MEP in Zusammenarbeit mit der Transitinitiative Südtirol und der Cusanus Akademie in Brixen organisiert.
Mitglieder der Grünen und von Umweltschutz-Organisationen und verkehrskritischen Organisationen erhalten einen Nachlass von 50 % auf die Teilnahmegebühr.
Alles weitere finden Sie hier:
- Programm und Referenten
verkehrstagung-conferenza-trasporti-programm-a
- Anmeldeunterlagen
anmeldeformular-verkehrstagung-modulo-di-iscrizione-seminario-sui-trasporti
Add comment August 6, 2008
Sender Bozen sendet Käse | Befehl aus dem Landhaus eins?
Ärgerlich und unprofessionell!
BBT-Propaganda im Sender Bozen
In regelmäßigen Abstanden versuchen Südtirols mächtige BBT-Befürworter Jubelmeldungen von der Großbaustelle zu lancieren und wollen damit den Eindruck erwecken, der BBT sei bereits eine beschlossene Sache und die Entwicklung unumkehrbar.
Wahltaktische Überlegungen als Triebfeder
Damit wollen sie in erster Linie erreichen, dass sich in der kritischen Bevölkerung Resignation breit macht und dass das bevölkerungsfeindliche und undemokratische Vorgehen der Landesregierung in Sachen BBT bis zum Wahltermin im Herbst „vergessen“ wird.
Südtiroler Medien spielen immer wieder mit
Einflussreiche Südtiroler Medien machen dieses Spiel immer wieder mit und unterstützen damit die Verbreitung von Propaganda und Falschmeldungen. So konnte man der Tagesschau des Senders Bozen vom 20. März entnehmen, dass neben den Arbeiten für den Probestollen von Aicha nach Mauls nun auch bereits ein Stollen südwärts von Aicha in Angriff genommen wird, der benötigt wird, um das Aushubmaterial für „den Bau des BBT“ (Zitat Sender Bozen) in das Riggertal transportieren zu können.
Und wo ist der Baubeschluss?
An keiner Stelle im Bericht wird die Information übermittelt, dass es noch keinen Baubeschluss für den BBT gibt und dass es folglich passieren kann, dass diese mit Steuergeldern finanzierten und landschaftszerstörenden Arbeiten umsonst gemacht werden, wenn es – aus welchen Gründen auch immer – nicht zum Bau des BBT kommen sollte. Huber kann ungestört Falschmeldungen verbreiten An einer anderen Stelle im Bericht kann „Mister BBT“ Walther Huber unwidersprochen behaupten, dass „die EU bereits eine Finanzierung in Höhe eines Drittels der Kosten bis 2013 gewährt hat“.
Dies ist eine glatte Falschaussage, die ein Journalist als solche entlarven müsste. Denn die EU-Kommission hat eine Finanzierung in Aussicht gestellt, zu der TEN-Koordinator Karel van Miert bei seinem letzten Besuch in Sterzing klar und unmissverständlich gesagt hat, dass sie wieder zurückgezogen werde, wenn die Regierungen von Italien und Österreich nicht in absehbarer Zeit konkrete Finanzierungsbeschlüssen fassen. Weder in Österreich, noch in Italien gibt es zur Zeit konkrete administrative oder gesetzgeberische Verfahren, die in diese Richtung weisen, wenn man davon absieht, dass im Finanzierungsgesetz in Italien einige BBT-Posten eingefügt wurden und bei den größten Brocken angefügt wurde, dass die Finanzierung noch offen ist.
Im österreichischen Generalverkehrsplan bis 2014 scheint der BBT gar nicht auf und um Schüssels Gerede von einer Sonderfinanzierung ist es vor allem seit der Grundsatzzusage zum Bau des Koralmtunnels sehr, sehr still geworden.
Und wenn wir schon mal beim Jubeln sind…
Nur logisch, dass im Bericht des Senders Bozen auch gleich eine Lobpreisung des sog. „BBT-Infopoints“ mitgeliefert wird. Ohne eine kritische Frage des Journalisten befürchten zu müssen, kann der von der Landesregierung ohne Auswahlverfahren berufene Leiter der Infostelle sein segensreiches Wirken anpreisen und darauf verweisen, dass die Informationen, die von der BBT-Baugesellschaft kommen, von einem „wissenschaftlichen Fachbeirat“ geprüft würden, dem 11 Fachleute angehören“ (Zitat Ausserdorfer).
Mit keinem Wort erwähnt der Berichterstatter, dass in diesem hochlöblichen Fachbeirat kein einziger unabhängiger Fachmann sitzt, sondern dass lauter willfährige SVP-Exponenten, bzw. Mehrheitspartner und weisungsgebundene Beamte von der BBT-freundlichen Landesregierung in das Gremium berufen wurden und dass – im Gegensatz zu den Gepflogenheiten bei den Baustellen in der Schweiz – in Südtirol kein Gremium besteht, in das auch projektkritische Organisationen und Initiativen VertreterInnen entsenden.
Oft ausgewogen und neutral, dann aber immer wieder Propaganda
Der Sender Bozen der Rai hat in Sachen BBT sehr oft ausgewogen und professionell berichtet. Es hat sogar einmal Zeiten gegeben, in denen bei BBT-Berichten auch kritische Stimmen zu Wort gekommen sind. Es fällt aber auf, dass immer wieder regelrechte Propagandaberichte gesendet werden, die auffallend häufig vom selben Journalisten gestaltet werden.
Appell an den Sender Bozen
Wir appellieren an die Chefredaktion und an die journalistischen Gremien im Sender Bozen, gerade in Zusammenhang mit dem politisch höchst sensiblen Thema „BBT“ besondere journalistische Sorgfaltspflicht walten und sich nicht von den mächtigen Interessen vereinnahmen zu lassen, die hinter diesem aus unserer Sicht äußert fragwürdigen Projekt stecken.
Transitinitiative Südtirol/Sudtirolo
Markus Lobis, Sprecher
Add comment März 21, 2008
Umfrage zum BBT – Eisack- und Wipptalerinnen mehrheitlich dagegen
Die „Zett“, Sonntagszeitung aus dem Hause Athesia, hat gestern die Ergebnisse einer Umfrage zum BBT veröffentlicht. Hier die Übersicht über die Antworten auf die Frage: „Ist der Brenner-Basistunnel erforderlich?“
Der Umfragebezirk Eisack- und Wipptal ist nach diesen Angaben der einzige mit einer Mehrheit der BBT-Gegner. Aber auch im Pustertal und in Bozen/Umgebung ist von großer BBT-Begeisterung nicht die Rede.
Wenn man bedenkt, wieviel Energie und Steuergeld die Südtiroler Pro-BBT-Fraktion in die Imagekampagne für das Brennerloch investiert hat und immer noch reinsteckt, ist das eigentlich ein blamables Resultat.
Ich bin überzeugt, dass sich bei einer Volksabstimmung unter Schweizer Regeln eine Mehrheit der SüdtirolerInnen gegen den BBT aussprechen würde. Schweizer Regeln würde bedeuten, dass Befürworter und Gegner von der öffentlichen Hand gleich viel Mittel erhalten müssen und dass beide Seiten in der offiziellen Dokumentation gleich viel Platz für ihre Argumentationsführung erhalten.
Von diesen Regeln sind wir meilenweit entfernt. Denn Südtiroler Landespolitik und die Systemmedien, zu denen die „Zett“ gehört betreiben BBT-Propaganda. Plump und – wie man sieht – mit mäßigem Erfolg!
Hier der gesamte Bericht in der „Zett“, dem man eine äußerst BBT-freundliche Haltung anmerkt.
Add comment März 3, 2008
Aus dem Archiv: Deutschlandfunk zum Verkehr in den Alpen
Am 20. August 2007 hat der „Deutschlandfunk“ eine Radioreportage von Helmut Frei ausgestrahlt.
Frei hat die Eröffnung des Lötschbergtunnels zum Anlass genommen, um den Güterverkehr über die Alpen und die Infrastrukturprojekte in der Schweiz, aber auch den BBT unter die Lupe zu nehmen.

Vorbereitungen zum Bau des Probestollens – Eisack bei Aicha (Foto Leonhard Angerer)
Im Zuge der Recherche hat sich Helmut Frei über Karl Fischer vom Logistik-Kompetenz-Zentrum in Prien am Chiemsee und den umwelt- und verkehrspolitischen Sprecher der SPD in Kiefersfelden, Stephan Helmstreit bis nach Wiesen vorgearbeitet, wo er mit Klaus Schuster, dem Sprecher der Bürgerinititiative STOP BBT gesprochen hat. All die genannten kommen in der Sendung ausführlich vor, so wie auch Hermine Graus, Gastwirtin aus Wiesen und BBT-Kritikerin.
Interessant auch der Teil in Freis Radioreportage, der sich mit der Alpentransitbörse beschäftigt, die von Alf Arnold vorgestellt wird.
Hier das Manuskript der Radioreportage des Deutschlandfunks
d-radiode-10807-helmut-frei-alpenverkehr-gotthard-brenner.pdf
Add comment Februar 26, 2008
Der BBT aus verkehrsplanerischer Sicht | Vortrag von Prof. Knoflacher (17.4.07 Sterzing)
Prof. Hermann Knoflacher braucht den Lesern dieser Seiten wohl nicht mehr vorgestellt werden. Der unkonventionelle und provokante Verkehrsplaner, Leiter des Instituts für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der Technischen Universität Wien, hat in den letzten Jahren immer wieder zum Thema BBT Stellung genommen.

Prof. Hermann Knoflacher – hier mit seinem „Gehzeug“ in Wien, mit dem er in einprägsamer Weise auf die Privilegierung des Automobils im städtischen Verkehr aufmerksam gemacht hat (Foto: TU Wien)
Interessierte finden unter www.markus-lobis.blog.de („Knoflacher“ in die Suchmaske eintippen) verschiedene Artikel über Prof. Knoflacher und seinen innovativen verkehrsplanerischen Ansatz.
Auf Einladung der Transitinitiative Südtirol/Sudtirolo und mit finanzieller Unterstützung durch Sepp Kusstatscher MEP und die Fraktion der Grünen im EU-Parlament hat sich Prof. Knoflacher am 16. und 17. April des Vorjahres in Brixen und in Sterzing mit der Themenstellung „Der BBT aus verkehrsplanerischer Sicht“ auseinandergesetzt und schlüssig dargelegt, dass das Monsterprojekt aus verkehrsplanerischer Sicht nicht begründet werden kann.
Der sehr fundierte und gut illustrierte Vortrag wurde am 17. April 2007 im Sterzinger Stadttheater von der Transitinitiative mitgeschnitten und transkribiert. Die Transkription wurde von Prof. Knoflacher in der Folge freigegeben und stellt ein wichtiges Basisdokument zur Bewertung des Brenner-Basistunnel-Projekts dar. Anbei die Transkription (PDF, 2,1 MB):
knoflacher-vortrag-sterzing-17-4-07-endfassung.pdf
Die Ausführungen von Professor Knoflacher unterstreichen die Aussagen, die immer wieder von BBT-Kritikern vorgebracht werden und die davon ausgehen, dass der BBT in erster Linie ein Riesen-Geschäft für Baukonzerne und Banken darstellt und dass die verkehrspolitische Bedeutung des BBT-Projektes lediglich als politisches Deckmäntelchen für das Riesen-Business herbeigeredet wird.
Add comment Februar 11, 2008
Dicke Luft im Wipptal | Armin Wisthaler zeigt’s auf
Armin Wisthaler ist Umweltphysiker und arbeitet als Vertragsassistent am Institut für Ionenphysik und angewandte Physik an der Ludwig-Franzens-Universität in Innsbruck. Er stammt aus Sterzing und verfolgt mit Besorgnis die Entwicklung der Luftwerte im Sterzinger Raum.

Armin Wisthaler, Umweltphysiker aus Sterzing
(Foto: Der Erker)
Im Zuge des Engagements von STOP BBT Wiesen und Sterzing und des zunehmenden Protests der Eisack- und Wipptaler ist Armin Wisthaler verschiedentlich in die Öffentlichkeit getreten und hat sein Fachwissen der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. So in einem umfangreichen Artikel in der gut gemachten Wipptaler Bezirkszeitung „DER ERKER“ vom Oktober 2007. Hier der Artikel:
erker_-_okt_07_-_wisthaler_luftqualitat.pdf
Am 25. Jänner 2008 hat Armin Wisthaler im Rahmen der Vorstellung des BBT-Buches von Jutta Kußtatscher in Sterzing ein viel beachtetes und aufrüttelndes Referat über die Luftqualität im Raum Sterzing und die Auswirkungen auf die Gesundheit gehalten. In seinem Referat wies Wisthaler darüber hinaus nach, dass auf der Grundlage der vorliegenden Fakten der BBT keine Entlastung der Umweltsituation an der Brenner-Autobahn bewirken werde. Hier sein Referat (PDF, 1,6 MB):
wisthaler_transitverkehr_luftverschmutzung_wipptal_.pdf
Am Ende seiner Ausführung ging Armin Wisthaler auch auf die Gründe ein, die ihn zu diesem Engagement bewegen: Als Wissenschaftler sehe er es als seine Aufgabe, sein Fachwissen zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen und im Bedarfsfall auch Sensibilisierungsarbeit zu unterstützen, die zu besseren Umwelt- und Lebensbedingungen führen könnten. Die Besucher im voll besetzten Vigil-Raber-Saal dankten Wisthaler mit einem langen Applaus für die übermittelten Informationen und für sein Selbstverständnis als Wissenschaftler.
Add comment Februar 11, 2008
DOKU BBT – Dossiers NO TAV
Anfang 2007 haben die Eisacktaler Widerstandsgruppen gegen die Auswüchse des Verkehrs und das aktuelle Projekt des Brenner-Basistunnels Verstärkung bekommen: Über den Spazio Aperto NO TAV/NO INCENERITORE und den rührigen Koordinator Massimo Passamani kamen gute Beziehungen zu verschiedenen NO-TAV-Gruppen zu Stande und in Bozen bildetet sich in Zusammenarbeit mit Aktivisten aus Rovereto und Trient eine sehr aktive NO-TAV-Gruppe.

Massimo Passamani (NO TAV) bei der Demo am 12.5.07 in Brixen (Foto: Klaus Prokopp)
I comitati NO TAV di Rovereto, Trento e Bolzano hanno redatto dei dossier, curati da Gianfranco Poliandri e Claudio Campedelli, interessanti e completi che riassumono in maniera concisa gli aspetti progettuali, ecologici, politici e finanziari del BBT e pubblichiamo in questa sede i sunti del Dossier in lingua tedesca e italiana e la versione completa in italiano.
Kurzversion / Sunto
dossier-bbt-notav-kurzfassung.pdf
dossier-bbt-notav-versione-breve.pdf
Versione intera / Vollversion:
Add comment Februar 8, 2008
Ortstermin Wiesen, 11. Juni 2007
Am 11. Juni 2007 fand in Wiesen die offizielle Werbeveranstaltung für das BBT-Projekt statt. Nach Waidbruck und Brixen war Wiesen die letzte Etappe der sog. „Informationsoffensive“ der Südtiroler Landesregierung, die als Antwort auf die „BBT-kritischen Informationsveranstaltungen“ der Transitinitiative und die Anti-BBT-Demo am 12. Mai 2007 in Brixen organisiert worden war. Anbei ein Stimmungsbild von einem denkwürdigen Abend, der zugleich einen wichtigen Abschnitt in der Arbeit des Wipptaler Bürgerkomitees „STOP BBT“ markiert.
Ortstermin Wiesen, 11. Juni 2007
„Wir sind das Volk!“
von Markus Lobis, Fotos von Leonhard Angerer
Wiesen/Pfitsch am Abend des 11. Juni 2007. Vor der Festhalle stehen einige Frauen aus Wiesen, sie haben ihre Kinder mitgebracht, und halten Transparente in die Höhe: „STOP BBT“, „Steht zu Eurer Verantwortlichkeit“, „Pfitsch – BBT-freie Zone“ und „BBT – Bohren, Betonieren, Täuschen“. Am Dorfeingang, an den Scheunen, Fenstern und Balkonen hängen Transparente „Stop BBT“, oft von Kinderhand gemalt, mit Blumen und einer Sonne, die weiter über einem ungestörten Dorfidyll scheinen soll.
Landeshauptmann Luis Durnwalder kommt steigt aus seiner dunklen Dienstlimousine und geht zur Festhalle. Heute kommt er allein, die Schar von Ortsgrößen, SVP-Funktionären, Bürgermeistern und politischen Adabeis, die sonst den Landeschef bei seinem Erscheinen umringt, fehlt. Sarkastisch will Durnwalder von den Frauen hinter den Transparenten wissen, ob sie nichts Besseres zu tun hätten. Der Scherz kommt heute gar nicht gut an. Eine der Frauen antwortet lächelnd: „Wir haben eben mehr zu tun, als immer nur Eröffnungsbänder durchzuschneiden!“ Der Landeshauptmann grinst ostentativ und geht in den Saal.

Ein etwas anderes Empfangskomitee für Luis Durnwalder
In der Festhalle drängen sich die BürgerInnen. Die meisten aus Wiesen und dem Wipptal, aber auch Grüppchen von auswärts: Die Unterlandler von der ALU (Arbeitsgemeinschaft lebenswertes Unterland) sind da, Pusterer von der PPP (Plattform pro Pustertal), Brixner und Sterzinger, Bürger aus dem nahen Nordtirol, NO-TAV-Aktivisten aus Bozen, Trient und Rovereto. Durnwalder wird kaum beachtet, setzt sich zu den übrigen politischen Vertretern in der ersten Reihe. Direkt daneben halten mutige Bürger aus Wiesen ihre Transparente hoch, auch auf den T-Shirts vieler Anwesender steht: STOP BBT!

Ein voller Saal in Wiesen - die BürgerInnen wollen konkrete Antworten
Wenig später tritt der Moderator ans Rednerpult und verkündet, dass die Einladung zur Informationsveranstaltung zum Brenner-Basistunnel von der Landesregierung und der BBT SE ausgesprochen worden sei. Auf der Homepage des BBT-Infopoints scheint allerdings die Gemeinde Wiesen/Pfitsch als Gastgeber auf. Ein kleines, aber relevantes Detail: Umsonst hatte sich die Bürgerinitiative „STOP BBT“, die den Rückhalt des übergroßen Teils der BürgerInnen von Wiesen/Pfitsch hat, darum bemüht, BBT-kritische Fachleute und Redner auf das Podium zu bringen. Vergebens, wie so oft werden auch bei der BBT-Debatte grundlegend demokratische Regeln missachtet. Das Podium besteht nur aus BBT-Befürwortern. Aus Politikern der Südtiroler Volkspartei, aus Ingenieuren, Managern und Beamten die für das BBT-Projekt arbeiten.Es beginnt die – wie es später es aus dem Saal schallt – „Propagandaveranstaltung“, „eine Art Tupperware-BBT-Party“. Nacheinander sprechen BBT-Österreich-Geschäftsführer Konrad Bergmeister, BBT-Italien-Geschäftsführer Ezio Facchin, Walter Huber von der Landesumweltagentur, EU-Parlamentarier Ebner und zuletzt Durnwalder.Bergmeister ist eloquent und souverän, spitzt seine Aussage zu: Der BBT sei wichtig, um Verlagerung zu erreichen. Er sagt aber auch sehr deutlich, dass dazu ein entsprechender ordnungspolitischer Rahmen geschaffen werden muss. Irgendwann entschlüpft Bergmeister der Halbsatz: „Ja wenn der Tunnel überhaupt gebaut wird.“ Hören die Politiker diese Aussagen überhaupt?
Facchin erregt den Unmut der ZuhörerInnen. Er spricht leise, undeutlich und gelangweilt bringt er sein Statement vor und zeigt Bilder, auf denen man kaum was erkennen kann. Huber stellt kurz die Umweltbeobachtungsstelle vor, die aus lauter linientreuen Bürgermeistern und Beamten besteht – überzeugte Fachleute klingen anders.
Danach tritt EU-Parlamentarier Michl Ebner (SVP) ans Pult und eröffnet seine Rede mit einem jovial-großherzigen vorgebrachten „Guten Abend, liebe Landsleute“. Ein gellendes Pfeifkonzert ist die Antwort. Ebner gibt sich weltläufig und spricht davon, dass der Tunnel gebaut werden müsse, dass Südtirol zu klein sei, um sich dagegen wehren zu können, es werde eben anderswo über diese wichtigen Infrastrukturen entschieden. Am Ende seiner Ausführungen klatschen nur wenige ZuhörerInnen im Saal, über 400 pfeifen und buhen Ebner aus. Die Stimmung ist gereizt.Dann der Auftritt von Durnwalder in gewohnter Lautstärke, die Tunnel-Gegner kanzelt er als Fundamental-Neinsager ab. Er redet erst wie ein guter Vater zu trotzigen Kindern, dann – nach ersten Unmutsäußerungen aus dem Publikum – wie ein zorniger Patriarch zu unbotmäßigem Nachwuchs.
Einleuchtende Begründungen für den Tunnel oder Zusicherungen, dass dieser wirklich den Verkehr reduziert, kann er nicht liefern: Der Tunnel muss halt gebaut werden und basta!

Schwache Argumente – laute Stimme: Überzeugungsarbeit à la Luis Durnwalder
Die Pfiffe und Buhrufe irritieren ihn sichtlich, bringen ihn aus seinem Konzept, Durnwalder verstrickt sich in Details. Mit Mühe bringt er seine Rede zu Ende. Waren schon die einige Tage vorher durchgeführten Pro-BBT-Veranstaltungen in Waidbruck und Brixen kein Honigschlecken für Durnwalder gewesen, so ist der heutige Abend ganz und gar nicht nach dem Geschmack des Landeshauptmanns: Er muss erkennen, dass nicht ganz Südtirol aus braven Untertanen besteht, sondern dass die „Landsleute“ beginnen, ihre ureigenen BürgerInnenrechte einzufordern und klar zu sagen: „Wir sind das Volk!“
Add comment Februar 6, 2008
„Le strutture ferroviarie disponibili sono lontanissime dalla saturazione“
Intervista al Prof. Marco Ponti
(tratta da www.ecceterra.org) Marco Ponti insegna Economia dei trasporti, prima a Venezia, e da quattro anni al Politecnico di Milano. Ha svolto attività di consulenza per la Banca Mondiale, il ministero dei Trasporti, le Ferrovie dello Stato e il ministero del Tesoro. Ha partecipato come esperto all’elaborazione del primo e del secondo Piano Generale dei Trasporti. Svolge attività di ricerca nell’ambito dei modelli trasporti-territorio, di analisi di fattibilità economica e finanziaria dei progetti (versioni avanzate dell’analisi costi-benefici), regolazione economica e liberalizzazione del settore (tecniche di gara, regole di accesso alle infrastrutture ecc.) e di „public choice“.
1. Introduciamo questa intervista con una sua valutazione sia sulle strategie di infrastrutturazione portuale, stradale e ferroviaria, che punterebbero a rafforzare il ruolo dell’Italia come piattaforma logistica per il transito di merci con destinazione centro e nord Europa, sia sui benefici o sugli svantaggi di una eventuale rinuncia alla stessa opzione da parte italiana.

„Il puro attraversamento di merci non genera benefici ai territori attraversati“ (M. Ponti) (foto: Leo Angerer)
MP. Credo che la cosa vada vista con cautela: il puro attraversamento di merci non genera benefici ai territori attraversati, ma solo extracosti (ambientali e di congestione, ma anche finanziari se avviene per ferrovia, visto che il trasporto ferroviario non copre i costi che genera, è fortemente sussidiato).
Se invece è comprovato che le merci sono soggette a lavorazioni ulteriori, proprio consentite dal fatto che transitano, i benefici potrebbero essere consistenti, ma non mi sembra esista alcun serio indizio che questo in generale sia il caso. Se inoltre bisogna spendere molti soldi pubblici per consentire il puro attraversamento, sarei estremamente perplesso.
2. Il flusso per ferrovia delle merci spedite e destinate negli Stati appartenenti o meno alla Convenzione delle Alpi, necessita di nuove infrastrutture di attraversamento delle Alpi o sono sufficienti le attuali infrastrutture, comprese quelle in costruzione nella Svizzera (asse del Lötschberg, asse del Gottardo) e a quali condizioni?
MP. Le infrastrutture ferroviarie disponibili mi sembrano lontanissime in generale dalla saturazione, soprattutto se si pensa a trazioni multiple, cioè a treni molto più pesanti di quelli attuali, che sarebbero giustificati anche dal punto di vista economico.
Il problema è la difficoltà di spostare merci dalle autostrade alla ferrovia, nonostante l’elevata tassazione del modo stradale e gli elevati sussidi a quello ferroviario. Costruire infrastrutture nuove, dati i costi che presentano e i problemi ambientali connessi, non è da escludere, ma dovrebbe essere la soluzione di ultima istanza, dopo aver esperito tutte le tecniche per ridurre l’impatto dei veicoli ed aumentarne le capacità.
Anche per i veicoli stradali, l’ipotesi di aumentare i pesi a livello di quelli scandinavi (60 tonnellate) andrebbe esplorato, come andrebbe esplorato il costo di ridurre l’inquinamento atmosferico dei camion e la rumorosità sia dei camion che dei treni merci, in modo da consentire più traffici notturni. Si tratta di una vasta gamma di azioni possibili, tutte con costi per lo Stato che sono piccole frazioni di quelli di costruire nuove infrastrutture.
Non si dimentichi infine che i tunnel stradali si ripagano da sé, mentre quelli ferroviari devono essere pagati dai contribuenti, e che le tariffe potrebbero essere proporzionali all’impatto ambientale dei veicoli, accelerando così il progresso tecnico, già vivace (ibridi e biocarburanti). E si ricorda che gli aspetti finanziari del problema sono in realtà aspetti sociali: ogni euro pubblico speso in infrastrutture infatti significa meno servizi sociali erogabili ai cittadini, dati i vincoli di bilancio non superabili in cui ci troviamo.
3. In che modo l’aumento tendenzialmente inarrestabile del prezzo dei carburanti fossili inciderà sul trasporto su gomma attraverso l’arco alpino e attraverso l’asse del Brennero in particolare?
MP. È una delle variabili che giocano a favore della prudenza nel costruire. I prezzi elevati del petrolio, più le altissime tasse esistenti sul trasporto stradale, più gli standard europei (Euro 4,5,6…) accelereranno sia il passaggio alla ferrovia, che è lungi dalla saturazione, che l’evoluzione tecnologica dei camion verso mezzi meno inquinanti.
Da vedere con più attenzione rimarrebbe l’ipotesi del solo tunnel di base per consentire treni molto pesanti, ma si tratta di uno scenario valutabile solo nel lungo periodo, e dopo attente analisi economico-finanziarie delle alternative.
4. Rispetto allo scenario tracciato nella risposta alla domanda precedente che peso darebbe al trasporto merci via mare e che valutazione darebbe sugli effetti distributivi del traffico prodotti dalla concorrenza dei porti del Nord Europa ai porti italiani?
MP. Di nuovo, se l’obiettivo è catturare i flussi in attraversamento, mi sembra del tutto indifendibile. Che i porti italiani fatturino di più generando congestione e costi economici pubblici sulle linee di collegamento con le Alpi mi sembra rientri in questa strana logica.
Ma poiché l’obiettivo reale è costruire, tutto viene reso funzionale a quell’obiettivo.
5. È possibile ipotizzare per i prossimi 30-40 anni l’avverarsi di uno scenario in cui le merci prodotte e scambiate entro un raggio di distanza contenuta potranno essere comunque più concorrenziali rispetto ai flussi di traffico del mercato globale?
MP. I bassissimi costi del trasporto marittimo sembrano escludere questo scenario, anche con il petrolio a 200 dollari al barile, che tra l’altro accelererebbe moltissimo l’uso di carburanti alternativi.
6. Considerati l’assetto attuale e l’assetto tendenziale delle modalità del trasporto merci su ferro e su gomma in Italia, lei ritiene che la disponibilità di nuove infrastrutture ferroviarie ad alta velocità potrebbe di per sé attrarre quote significative di traffico merci oppure per questo risultato sarebbero necessarie apposite politiche di gestione dell’autotrasporto, e quali?
MP. Si tratta di un ossimoro: per definizione l’alta velocità non interessa il traffico merci ferroviario, che è vocazionale per beni poveri e pesanti, quindi senza molta fretta, come dimostra la scelta francese di non consentire il traffico merci sulle linee AV.
Severe politiche per spostare traffico dalla strada alla ferrovia (tasse e sussidi) sono già in atto da decenni: il problema è che la ferrovia rimane non funzionale alla logistica moderna, a causa delle “rotture di carico” che comporta, al contrario della strada.
7. La disponibilità sull’asse ferroviario del Brennero di una nuova infrastruttura con velocità di progetto fino a 250 km/ora teorici per passeggeri e 200 km/ora teorici per le merci consentirebbe un esercizio del traffico con compatibilità reciproche reali tra le due modalità, tenendo conto che, secondo i promotori, il rapporto dovrebbe essere 80% merci e 20% passeggeri?
MP. Per le ragioni sopra esposte, mi sembra un’impostazione assurda: a 250 km ora i passeggeri sulle distanze lunghe sceglierebbero i servizi aerei “low-cost”, e le merci avrebbero vantaggi limitatissimi a viaggiare a 200 km orari. Ma solo accurate analisi costi-benefici, fatte da soggetti terzi e in modo comparativo con altri progetti infrastrutturali e altre strategie gestionali, potrebbero dirlo.
8. Secondo lei quanti treni al giorno passeggeri e quanti merci potrebbero transitare sulla linea storica del Brennero adeguatamente potenziata, ristrutturata e razionalizzata nell’esercizio ricorrendo ai sistemi di gestione più avanzati?
Valuterebbe come corretta la stima di ITALFERR e BBT SE secondo cui la linea storica – dopo l’adeguamento tecnologico in corso di ultimazione – presenterebbe una capacità teorica di 244 treni (137 merci e 107 passeggeri) con una capacità potenziale di 40 milioni di tonnellate lorde per traffico merci?
MP. Occorrerebbe vedere le ipotesi fatte: sono previsti treni merci a trazione multipla? Il traffico passeggeri risponde ai desideri politici o alla domanda reale? Sono previsti treni passeggeri a elevata capacità?
Di nuovo, non deve essere un soggetto coinvolto direttamente e politicamente condizionato a fornire queste stime: nel caso del Frejus le ferrovie hanno fatto stime straordinariamente basse sulla capacità della linea storica e straordinariamente alte sulla crescita della domanda.
9. Negli studi di fattibilità i promotori del programma TAV sull’asse del Brennero disegnano due eventuali scenari futuri di esercizio.
Il primo (configurazione finale) contempla la realizzazione della nuova galleria di base e di tutte le tratte di accesso Sud complete e prevede una capacità potenziale di trasporto merci sulla nuova linea e su quella storica per circa 85 milioni di tonnellate lorde l’anno.
Il secondo (scenario di progetto al 2015) contempla la realizzazione della nuova galleria di base e di almeno due tratte di accesso Sud in Alto Adige e prevede una capacità potenziale di trasporto merci per circa 61 milioni di tonnellate lorde l’anno.
Quale è la sua valutazione su questo programma di incremento della capacità di trasporto merci?
MP. Queste stime richiedono l’applicazione di modelli complessi, e sarebbe quindi irresponsabile rispondere “a buon senso”. L’unico argomento forte che si può usare è l’esperienza passata: il più autorevole studio sui risultati di grandi progetti (“Megaprojects”) a scala mondiale dimostra che, soprattutto per le infrastrutture ferroviarie, il traffico è sistematicamente sovrastimato del 50% e i costi sistematicamente sottostimati di un valore analogo.
Ciò, sempre a causa della non neutralità delle previsioni, e del fatto che i promotori politici non sono mai chiamati a rispondere dei risultati, che ricadono sui contribuenti.
10. Secondo lei qual è il motivo della forte sottoutilizzazione dell’asse dei Tauri (Trieste-Tarvisio-Spittal-Tauerntunnel-Salzburg-Rosenheim)?
MP. Al solito, la difficoltà strutturale (cioè i costi complessivi per le imprese a causa delle rotture di carico) di spostare merci sulla ferrovia, nonostante le severe politiche fiscali in atto.
11. Su „Il Sole 24 ORE“ del 11 novembre 2007 è riportato con enfasi che un „Osservatorio sui costi del non fare“ – www.costidelnonfare.it -, presieduto da A. Gilardoni, docente presso la SDA Bocconi, individua per il triennio 2005-2007 in 2,9 miliardi di € il costo per l’Italia dell’insufficiente avanzamento dell’Alta velocità ferroviaria.
Lei valuta che indicazioni di questo genere siano fondate e facciano riferimento a tutti i tipi di dati necessari?
MP. Quella analisi lascia molto perplessi, e occorrerebbe vedere i dati e le ipotesi su cui si basa. Per esempio, assume implicitamente grandi benefici dalla realizzazione dell’AV Roma-Napoli, che ha avuto esiti risibili in termini di domanda, e costi elevatissimi.
12. La cronaca riporta spesso di apparenti buoni esiti sulla concessione dei finanziamenti europei. Su questa complessa e ambita “contrattazione” pare assai ostico conciliare le diverse esigenze e ambizioni degli svariati soggetti proponenti, siano essi privati o pubblici.
Visti anche i decenni necessari alla realizzazione dei diversi progetti, come intravvedere una via d’uscita, ammesso che si possa ritenerla tale, e a quale prezzo?
MP. Le cifre recentemente circolate sugli stanziamenti europei sono lungi dall’essere definitive, e configurano una situazione in cui alle opere transalpine di interesse italiano verrebbe assegnata una quota altissima in percentuale dei fondi europei disponibili per il prossimo quinquennio, il che rende improbabile che nei quinquenni successivi emergano molti altri fondi oltre a questi (i paesi sono 27, e molti hanno avuto briciole…).
Inoltre i fondi erogati riguardano essenzialmente i valichi (cioè le tratte internazionali), il cui costo è una frazione limitata dei costi totali. Non si sbaglia dunque ad affermare che con ogni probabilità più del 90% degli oneri rimarranno a carico dei contribuenti italiani, o dei cittadini che non avranno servizi sociali per valori corrispondenti, anche per la strutturale tendenza all’esplosione dei costi (quelli dell’AV, si ricorda, sono triplicati rispetto ai preventivi).
13. Per la “Circonvallazione di Trento” si prevede una galleria di 58 km che, secondo il presidente Dellai, risponderebbe a “grandi ragionamenti di logistica territoriale”. Ma quanto sono grandi e quali sarebbero i reali costi e vantaggi di tale tratta del TAV del Brennero?
MP. La circonvallazione di Trento prevede un costo di 1,2 miliardi di Euro (circa 2.300 miliardi delle vecchie lire).
Appare una cifra davvero molto elevata, anche perchè raramente i preventivi di costo sono rispettati. Si ricorda che i costi dell’alta velocità sono triplicati rispetto ai preventivi, senza molte proteste: infatti l’importante è far partire i cantieri, poi qualcuno pagherà, e i contribuenti non sanno nulla.
A fronte di questo enorme costo, sarebbe interessante valutare i benefici attesi, se non altro per „trasparenza democratica“. Sembrano essere essenzialmente acustici. Ma con una piccola frazione di quei denari si possono costruire barriere antirumore integrali di argento massiccio, e foderate di leopardo, o fare treni di gomma…
Ma forse ci sono benefici anche per la capacità della linea: attualmente vi è una grandissima capacità residua non utilizzata, ma basta fare previsioni di traffico molto generose, far partire i cantieri, e il gioco è fatto. Chi infatti sa che i traffici reali sulle „grandi opere“, a scala mondiale, sono risultati in media del 40% inferiori a quelli previsti? Anche qui, nessuno risponderà.
14. Una delle motivazioni principali a giustificazione della costruzione di nuove tratte ad alta velocità/capacità è quella ecologica. I promotori affermano che il treno inquini meno dei TIR, ragione per cui occorre costruire le nuove infrastrutture per spostare il traffico merci dalla gomma al ferro.
Le pare un’affermazione corretta?
È corretto comparare due mezzi di trasporto (TIR e treno) unicamente in funzione delle emissioni inquinanti dei veicoli senza valutare gli impatti ambientali e sociali derivanti dalle infrastrutture indispensabili perché codesti mezzi possano muoversi?
MP. Solo a certe condizioni. Infatti il treno richiede il camion per le tratte iniziali e finali. Quindi i suoi vantaggi energetici risultano rilevanti solo sulle distanze molto lunghe, dove in percentuale le tratte terminali incidono poco. Quindi per il Brennero sarebbe un argomento corretto.
Il problema è nella necessità di costruire infrastrutture ferroviarie nuove per una domanda, quella di lunga/lunghissima distanza che comunque è inferiore al 25% del totale (spesso molto inferiore), quando i problemi del trasporto su gomma sono creati principalmente di traffico di breve distanza, e i soldi sono pochi. Meglio spenderli in tecnologie, per rendere più ecologici i mezzi su gomma (anche quelli che dovranno portare a destinazione le merci che viaggeranno in ferrovia).
E certo occorre mettere nel bilancio anche gli impatti ambientali della costruzione di nuove opere, soprattutto quando le linee esistenti sono lungi dall’essere sature, e, anche qui, con investimenti in tecnologia, potrebbero portare molte più merci di oggi (come abbiamo visto, con treni a trazione multipla, per esempio).
Infine, tra 10 anni sarà in vigore anche per i camion uno standard di emissioni da Euro 5, o 6, o 7…, e anche di questo occorre tener conto.
15. I promotori dell’Alta velocità (sia pubblici che privati) affermano che la costruzione delle nuove tratte può costituire un volano in grado d’incrementare l’occupazione all’interno dei territori attraversati dai progetti.
Davvero la costruzione di grandi infrastrutture, è in grado di creare “posti di lavoro” in ambito locale?
E la prospettiva occupazionale le sembra in grado di giustificare l’investimento di decine di miliardi di euro di denaro pubblico in grandi infrastrutture come il TAV?
MP. Questo argomento appare davvero debolissimo. Si tratta di opere ad alta intensità di capitale, non di lavoro (basta visitare un cantiere della TAV). Ma soprattutto, il confronto va fatto con spesa pubblica in altri settori, per loro natura ad alta intensità di lavoro, come l’assistenza agli anziani, o il recupero edilizio ecc. Inoltre si tratta di occupazione temporanea, con forti picchi, che poi scompare alla chiusura dei cantieri, con tutte le conseguenze sociali che questo comporta. Il motivo vero sembra essere invece quello di trasferire soldi pubblici all’industria italiana, visto che negli appalti la concorrenza funziona pochissimo.
16. Perché le normative italiane (ed europee) in materia di valutazione preventiva di determinate categorie di progetti non prevedono una valutazione dell’impatto energetico dei progetti di nuove infrastrutture di trasporto?
MP. Il problema è mal posto: per poter prendere decisioni occorre che tutti i parametri siano valutati (anche quello distributivo, per esempio, cioè “beneficiano più i ricchi o i poveri?”), e trattati con metodologie omogenee. Questa tecnica, che tutto il mondo applica, si chiama “analisi costi-benefici”, in Italia ha scarsi seguaci perché è politicamente sgradita in quando tende a bocciare progetti costosi e di dubbia priorità, che sono invece spessissimo sponsorizzati dagli interessi costituiti, e dai politici che di questi interessi si fanno portatori.
Infine questo approccio postula estrema prudenza nella stima dei benefici (in quanto strutturalmente incerti), e una simmetrica prudenza nella stima dei costi (in quanto non solo sono certi, ma in genere destinati a gonfiarsi rispetto ai preventivi).
La prassi italiana è esattamente all’opposto (si stimano costi irrealisticamente bassi e domanda altissima), e tale prassi è coerente con l’irresponsabilità dei decisori che non saranno chiamati a rispondere dei risultati finali delle loro “sponsorizzazioni”.
Come si è detto, pagheranno tutto i contribuenti, e in diversi anni, ma non sapranno i dettagli né potranno votare compatti.
Trento – Milano, 1 dicembre 2007
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